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Für das Erlebniszentrum Naturgewalten in List hat ein Filmteam mit Schülern und Schülerinnen der Realschule naturwissenschaftliche Phänomene anschaulich dargestellt.

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Das lonet

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Schule für Sylt

Verabschiedung von Herrn Johannsen

Förderndes Lernen in R 5

Filmaufnahmen für Erlebniszentrum List

Baumaßnahmen am Schulzentrum Sylt

Dreharbeiten für das Erlebniszentrum Naturgewalten in List

Es ist Sommer, die Ferien beginnen, die Schüler stürmen aus der Schule, alle sind mit ihrer Urlaubsplanung beschäftigt und packen eifrig Koffer. Alle? Nein, ein kleines Grüppchen von Schülern hat sich dazu entschlossen die Ferien einem ganz besonderen Projekt zu widmen.

Im Frühjahr kam ein Schreiben in die Schule geflattert, in dem nach Schülern gesucht wurde, die sich bereiterklären würden an Dreharbeiten teilzunehmen, um einige Naturgewalten und Naturphänomene zu erläutern, um so auf die neue Ausstellung im Erlebniszentrum Naturgewalten in List neugierig zu machen. Da ließen sich unsere Schüler nicht lange bitten und es fanden sich sieben Jugendliche, die alle Anforderungen erfüllten. Marco Müller, Nane Lunk, Finn Johannsen, Anna Baumann, Christin Thomas, Nadja Nohr und Lina Hübener. Natürlich geben wir unsere Schüler nicht einfach ohne Begleitung her. Die Vermittlung zwischen der Crew und den Jugendlichen war mein Aufgabenfeld in dieser Zeit.

Die Dreharbeiten wurden in zwei Blöcke geteilt. Somit waren die erste und die letzte Ferienwoche für die Dreharbeiten reserviert. Das Wetter spielte in beiden Wochen größtenteils mit. Es war ein Riesenspaß und die Crew verstand sich ausgezeichnet mit den Jugendlichen, so dass kaum Vermittlung von meiner Seite von Nöten war.

Der erste Tag:
Drei Mitglieder des Teams hatten wir bereits in den vorbereitenden Gesprächen kennengelernt, nun wurden wir auch von den übrigen Mitgliedern herzlich empfangen. Der Drehplan sah bereits an diesem Tag die ersten Einsätze der Jugendlichen vor der Kamera vor. Es wurde der Einfluss des sogenannten „Coriolis-Effekts“ auf die Probe gestellt. Es stand die These im Raum, dass sich der Badewannenstrudel auf der Nordhalbkugel der Erde genau andersherum drehen würde, als auf der Südhalbkugel. Dem gingen die Jugendlichen in verschiedenen Haushalten auf den Grund und klingelten tapfer an den Türen, um ins Badezimmer vorgelassen zu werden. Die Badewanne war das Objekt der Begierde und wurde mit Wasser gefüllt, sowie mit einer ordentlichen Prise groben Pfeffers angereichert. Der Stöpsel wurde gezogen und der Pfeffer machte die Richtung des Wasserstrudels deutlich. Wie es ausgegangen ist? Nun das seht ihr in den Videobeiträgen in der Ausstellung, denn zu dieser These wurden noch mehr Details erprobt, während dieser Dreharbeiten.

Der zweite Tag:

Es war einer der aufregendsten Tage in der ersten Woche, denn heute standen die Dreharbeiten zu einem sehr, sehr gefährlichen und noch dazu bei Strafe verbotenen Unterfangen auf dem Plan: Möwen füttern!
Tja, ihr lacht nun sicherlich, aber das Füttern der Möwen ist tatsächlich verboten und einigen Darstellern war auch etwas mulmig zu Mute, als die Möwen im Anflug waren. Nun die Jugendlichen überwanden ihre Angst und wurden mit leckeren Crêpes versorgt, die sie den Möwen opfern sollten. Nun kam aber die eigentliche Gefahr, denn obwohl wir mit einem riesigen Equipment, zwei Kameras, einer offiziellen Genehmigung der Kurverwaltung und einem Haufen Leute an Ort und Stelle versammelt waren, war einigen Touristen der Kragen geplatzt und wir wurden auf sehr rüde Art und Weise zurechtgewiesen, dass das Füttern der Möwen strengstens untersagt sei. Diese Fütterung ist ein kleinerer Teil für einen Videobeitrag, der auf die Tiere hinweisen und genau dieses Verbot des Fütterns erklären soll. Am Ende hatten alle Jugendlichen noch ihre Finger, die Crêpes waren tatsächlich den Möwen zum Opfer gefallen, genauso wie einige Waffeln und Eistüten, und wir hatten trotz mehrfacher Proteste durch die Touristen noch alle unseren Kopf auf den Schultern.

Der dritte Tag:

Dieser Drehtag war sehr kurz, denn wir machten es uns an dem Ankunfts-Bahnsteig des Autozuges bequem und es wurden alle Autos gezählt, die auf der Insel ankamen. Wozu? Diese Aktion gehört zu einem Beitrag, der etwas mit dem Treibhauseffekt zu tun hat. Neugierig? Dann rein in die Ausstellung!

Der vierte Tag:

Unser Ziel heute? Der Strand! Die Jugendlichen konnten mehrere Versuche zu regenerativen Energien mit einem Radio machen, das durch Wind und Wasserkraft betrieben werden kann, wenn man genau weiß wie. Die Wellen waren prima, der Wind auch, nur empfindliche Kälte war ebenso vorhanden. Trotzdem haben sich die Jugendlichen tapfer ins Wasser gestürzt, um für uns Musik zu erzeugen. Die Belohnung, ein heißer Tee und jede Menge Handtücher! Nun es wurde bis in den Sonnenuntergang hinein getanzt, also war die Sache ein Riesenerfolg.

Der fünfte Tag:
Tja, ich bin der festen Überzeugung, dass die Jugendlichen sich in vorzüglicher Weise auf die Dreharbeiten vorbereitet haben, denn es war Freizeit bis zum Nachmittag angesetzt. Die Jugendlichen waren am Nachmittag wieder am Strand vor der Kamera und haben Wellenreiter interviewt und sich die perfekte Welle erläutern lassen.

Der sechste Tag:

Heute stand ein weiterer Teil zum Beitrag mit den Möwen auf dem Plan. Es wurden sehr interessante Schutzmöglichkeiten erprobt. Schutzmöglichkeiten? Nun ja, der erste Teil hatte gezeigt, dass der Hinweis gerechtfertigt ist, dass Möwen dir den Crêpes aus der Hand stibitzen. Nun ging es darum, wie wir es erreichen könnten, unsere Crêpes ganz allein zu essen. Wagemutig wurden Schirme mit Netzen versehen und somit ein Ganzkörperschutz erreicht, zu dem wurden Windmühlen, Pfeifen, Windspiele, Wasserspritze und vieles mehr erprobt. Es war ein ordentlicher Spaß und er hat für Aufsehen gesorgt. Es war ein farbenfrohes Spektakel, was die Möwen derart abgeschreckt hat, dass wir kaum eine mit ins Bild bekamen. Ob es sich durchsetzen kann? Da könnt ihr in der Ausstellung sicherlich ein Voting hinterlassen.

Der siebte Tag:
Nun man kann es gar nicht anders formulieren, die Arbeit der Jugendlichen war super, da verdient man sich auch einen freien Tag! Wir würden uns in der letzten Woche wiedersehen! Vorerst hieß es Abschied nehmen, das Team reiste ab und es kehrte wieder Ruhe auf der Insel ein? Ruhe in der Hochsaison? Nun gut, es war nicht ruhig, aber wir machten Pause.

Drei Wochen verfliegen im Nu und schon landete das Flugzeug mit dem Team wieder auf der Insel und es begann der letzte Teil der Dreharbeiten.

Der achte Tag:
Ein großes Wiedersehen war natürlich nicht zu umgehen. Danach führte uns der Drehplan auf eine Weide in Morsum. Hier sollte erprobt werden, ob die schwarzen Flecken der Rinder wärmer werden als die weißen. Ein Rind interviewen bringt uns nicht weiter, also ran und testen. Hilfe bekamen wir durch eine Wärmebildkamera der Feuerwehr. Trotz anfänglicher Befangenheit der Rinder ließen sie sich doch vor die Kamera locken und bewiesen ihre Entertainer-Qualitäten! Diese Aufnahmen führen zu einem Effekt, der „Albedo-Effekt“ genannt wird hin und werden durch weitere Versuche ergänzt.

Der neunte Tag:
Rettung naht! Nachdem ein Rettungsschwimmer als echter Experte erklärt hat, wie man sich in einem Notfall verhalten soll, ging es an die Praxis. Rein ins Wasser und retten lassen. Das Wetter war nicht so angenehm, die Temperaturen ließen die Jugendlichen nicht gerade mit Freude aus dem Pullover kommen. Also los geht’s: Schülerin in Not … Rettungsschwimmer hinterher … und Kameramann mittendrin. Fachmännisch wird mehrfach gerettet, so dass am Ende alle zufrieden waren und die Handtücher bereitgehalten wurden.

Der zehnte Tag:
Auf einer Weide den wilden Tieren ausgesetzt und gleich am nächsten Tag in Seenot in der Nordsee, das schreit ja gerade zu nach einem freien Tag! Den haben sich die Darsteller natürlich verdient!

Der elfte Tag:
Die Sonne lacht vom Himmel, da finden wir uns natürlich am Strand ein! Heute wird die Schauspielkunst unserer Darsteller auf eine ganz besondere Probe gestellt, die hohe Kunst der Pantomime wird ihnen heute abverlangt. Eine Wetterkarte kann jeder basteln, das Wetter nachspielen, das ist eine Herausforderung. Tapfer wurden die Wetterbedingungen dargestellt, Sonnenbrand gekriegt, von Quallen erwischt, vom Wind weggepustet, vom Regen genässt und von Gewitter und Donner überrascht. Wie das alles bei strahlendem Sonnenschein funktioniert? Schaut es euch an.

Doch damit war der Tag noch nicht beendet. So tolles Wetter muss ausgenutzt werden. Also an den nächsten Strand. Dort wurden verschiedenen Verhaltensmaßnahmen, um in einer Notsituation beim Schwimmen in der Nordsee auf sich Aufmerksam zu machen. Ein Riesenspaß, bis einige Quallen auftauchten.

Der zwölfte Tag:
Heute war eine Spätschicht angesetzt. Wir trafen uns in der Schule und wollten Kontakt mit Schülern einer deutschen Schule aus Chile aufnehmen, um via Skype, unsere Versuche zum „Coriolis-Effekt“ in der Badewanne auszutauschen. Alle waren ganz aufgeregt … gewählt … es wird angenommen … der erste Kontakt mit Chile. Trotzdem wird der Dreh abgebrochen, denn den Schülern in Chile fehlt die Web-Cam, wir können zwar reden, aber uns nicht sehen, das macht natürlich nur halb so viel Spaß, also wird ein neuer Termin für Morgen vereinbart. Schluss für heute!

Der dreizehnte Tag:
Statiker waren heute gefordert. Der Bau von Sandburgen stand auf dem Plan, aber nicht so eine kleine mit Eimerchen und Sandformen, nein, eine lebenshohe, auf die man sich draufsetzen kann, sollte es sein! Nun gut, die erste Arbeit bestand darin den Sand anzuhäufen und die Burgen zu bauen. Das kann ja nicht so schwer sein. Nun da wir die Sandburgen einem Flutungs-Test unterziehen wollten haben wir sie allerdings bei absoluter Ebbe angefangen zu bauen, so dass das ansteigende Wasser für uns das Zeitlimit war. Es klappte alles noch rechtzeitig. Zudem wurde auch noch ein Hausboot und ein Pfahlbau nachgestellt. Jugendliche drauf platzieren und ab an Land, um keine nassen Füße zu kriegen. Also es endete alles in einer riesigen Wasserschlacht, nachdem die erste einen gekonnten Abgang über die Luftmatratze (Hausboot), machte, so dass jeder Stuntman neidisch gewesen wäre. Ab diesem Moment waren alle Hemmungen gefallen und es wurde das Pfahlhaus erobert. Nach der Wasserschlacht setzte eine Pause ein und am Abend trafen wir uns in der Schule für den erneuten Versuch mit Chile Kontakt aufzunehmen. Dies gelang uns auch und die Schüler aus Chile wollten gar nicht mehr aufhören zu erzählen.

Der letzte Tag:

Auch heute standen Dreharbeiten in der Schule auf dem Plan. Hier wurde im Forum eine große präparierte Knet-Erdkugel aufgebaut und von den Jugendlichen mit Kugeln beschossen, um zu sehen, von welchen Flächen der Erdkugel sie wieder abprallten. Dieser Versuch hatte mit dem „Albedo-Effekt“ zu tun und war der zweite Teil zu dem Versuch auf der Weide mit den Rindern. Die Jugendlichen hatten einen Riesenspaß und das Kamerateam ebenso.
Nun waren alle nötigen Beiträge mit den Jugendlichen abgedreht und die Dreharbeiten beendet. Es folgte die Verabschiedung des Teams. Es hat allen sehr viel Freude bereitet und die Jugendlichen haben tolle Erfahrungen vor der Kamera gemacht. Am Abend habe ich mich mit dem Team nochmals getroffen und wir haben noch eine Weile über die Arbeit mit den Jugendlichen und die weiteren Projekte gesprochen. Auch für mich war es ein Riesenspaß!

Christine Ploog